Deutlich wird auf diesem Plan
–unabhängig von allen Fragen der Befundansprache– auf wie wenig
Baubefunden eine Rekonstruktion der Verhältnisse unter dem
heutigen Dom angesichts der geringen Ausgrabungsflächen beruhen
muss.
Der einzige größere,
zusammenhängende Baubefund ist die Ostkrypta mit Ihrem bedeutenden
Fußbodenmosaik, ausgegraben 1926 von Koch. Zu den Steinen dieses
Fußbodenmosaiks fanden sich exakte Vergleichsstücke bei der
Domplatzgrabung 2001–2003. Somit muss von zwei dicht benachbarten,
parallel orientierten und mit antiken Spolien ausgestatteten Kirchen
ausgegangen werden. Beide Bauten dieser Doppelkirchenanlage
profitierten offenbar vom Antikentransport aus Italien durch Otto den
Großen um das Jahr 962.
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